Perfekter Einstand für Rinaldi Racing

Letztes Wochenende fand der erste Lauf der Blancpain Endurance Series in Monza, Italien statt. Bei herrlichem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen schickte das Team aus Mendig zwei Ferrari 488 GT3 an den Start. In der ProAm-Klasse teilten sich Alexander Mattschull, Rinat Salikhov und Dominik Schwager die Lenkradarbeit auf der Startnummer 333. Das Schwesterfahrzeug trat in der Am-Klasse mit Pierre Ehret, Rory Penttinen und Rick Yoon auf der #488 an.

Am Sonntag ging das 3 Stunden Rennen mit den 53 GT3-Fahrzeugen um 15.00 Uhr los. Rinat Salikhov übernahm die Position des Startfahrers auf der #333 und ging von Platz drei in der ProAm-Klasse ins Rennen. Auf der #488 startete Pierre Ehret, von Platz vier in der Am-Klasse.

Schon nach zwei Runden konnte sich Rinat Salikhov die Führung in der ProAm-Klasse schnappen. Leider kollidierte er mit zwei anderen Fahrzeugen in Feld und fiel auf Platz 12 in der Klasse zurück. Ein herber Rückschlag. Nun aber folgte die irre Aufholjagd des Russen Rinat Salikhov. Runde für Runde überzeugte er mit fabelhaften Rundenzeiten und überholte einen nach dem andere. Schon nach einer halben Stunde konnte er sich auf Platz drei behaupten. Nach knapp einer Stunde steuerte die #333 als Führender in der Klasse die Box zum Pflichtboxenstopp an. Dabei erlebte das Team eine kleine Schrecksekunde als ein anderes Fahrzeug in der Boxengasse von seiner Box losfuhr und fast mit der #333 kollidierte. Das Team verlor dadurch einige Sekunden. Dominik Schwager übernahm das Lenkrad des Ferrari 488 GT3 und ging trotzdem wieder als Führender auf die Strecke. Pierre Ehret konnte sich beim Start auf der #488 aus allem heraushalten und fuhr einen fehlerlosen Stint. Bis zu seinem ersten Pflichtboxenstopp konnte sich Pierre Ehret die dritte Position in der Am-Klasse sichern und übergab dann an Rory Penttinen.

Auf der #333 konnte Dominik Schwager den Vorsprung auf den Zweitplatzierten in der ProAm-Klasse immer weiter ausbauen. Bis zum nächsten Boxenstopp betrug der Vorsprung schon über 30 Sekunden. Auf der #488 konnte sich der Finne Rory Penttinen sehr gut behaupten und attackierte gleich zu Beginn. Nach einigen Runden konnte er sich so den zweiten Platz in der Am-Klasse sichern.

Eine Stunde vor Rennschluss standen die letzten Stopps an. Alexander Mattschull übernahm den finalen Stint auf der #333 und ging als Führender in der Klasse mit einem Vorsprung von 36 Sekunden wieder zurück auf die Strecke. Auch auf der #488 lief der letzte Boxenstopp ohne Probleme und der Koreaner Rick Yoon setzte sich hinter das Lenkrad des italienischen Boliden.

Am Ende waren die Freudenschreie groß. Die #333 sicherte sich den ersten Platz in der ProAm-Klasse, ein fabelhafter Einstand für Rinaldi Racing. Auch bei der #488 freute man sich sehr über den dritten Platz in der Am-Klasse.

Michele Rinaldi: „Ein wirklich hervorragendes Ergebnis für Rinaldi Racing in Monza. Endlich ein Sieg in der Blancpain Endurance Series einzufahren ist perfekt. Rinat Salikhov hat einen grandiosen Stint hingelegt; nach dem Rückschlag gleich wieder ganz nach vorne zu fahren, das war wirklich toll mit anzusehen. Trotz der wirklich starken Blessuren an dem Ferrari 488 GT3, lief das Fahrzeug immer weiter. Durch diese Qualität sieht man, was alles mit einem 488 möglich ist.  Auch Glückwunsch an die anderen Fahrer. Für die #488 ist der dritte Platz ein sehr gutes Resultat. Rory Penttinen und Rick Yoon sind diese Strecke vorher noch nicht gefahren. Mit etwas mehr Fahrpraxis auf den verschiedenen Strecken können wir in der Am-Klasse noch viel erreichen.“

 

An dem Wochenende in Monza lief auch der erste Lauf des Blancpain GT Sports Club. Christian Hook startete auf dem Ferrari 488 GT3 mit der Startnummer 33. Schon beim Qualifying überzeugte er mit seiner Leistung und sicherte sich einen hervorragenden zweiten Platz mit dreitausendstel Rückstand auf die Pole.

Leider wurde die harte Arbeit im ersten Rennen am Samstag nicht belohnt. Gleich nach dem Start in der ersten Kurve, wurde die #33 ins Sandwich genommen und so stark beschädigt, dass das Rennen im Kies endete.

Daher musste Christian Hook das zweite Rennen am Sonntag von dem vorletzten Platz aus starten. Gleich beim Start konnte er einige Positionen gut machen und fuhr in den nächsten Runden immer weiter nach vorne. Am Ende fuhr er somit von seinem Startplatz Position15 auf einen tollen fünften Platz. Eine super Leistung.