Das letzte Rennwochenende der Blancpain Sprint Series endete für Rinaldi Racing mit einer Tragödie. Nach dem dominanten Doppelsieg in Misano entschied die ehrgeizige Mannschaft aus Mendig – aufgrund von widrigen Umständen – am letzten Lauf in Zandvoort nicht teilzunehmen. Im Qualifying-Rennen am Samstag überzeugten Norbert Siedler und Jeroen Bleekemolen noch einmal mit einer starken Leistung und qualifizierten sich auf dem vierten Rang.

Das Wochenende begann zunächst vielversprechend. Norbert Siedler und Jeroen Bleekemolen pilotierten den einzigen Ferrari 458 Italia in der hart umkämpften Meisterschaft auf den vierten Platz und knüpften an die starken Leistungen der letzten Rennen an. „Wir hatten uns eine gute Ausgangsposition für das Rennen verschafft“, erklärte Norbert Siedler. „In der Fahrerwertung hatte ich mit dem dritten Rang und lediglich 15 Punkten Rückstand auf den Führenden noch alle Eisen im Feuer.“

Widrige Probleme im Warm-Up vereitelten schlussendlich alle Chancen auf ein Spitzenergebnis im Rennen und im Titelkampf um die Meisterschaft. „Es ist einfach bitter“, so Siedler enttäuscht. „Nach unserem Doppelsieg in Misano wollten wir hier noch einmal angreifen und Jagd auf die Spitze machen. Wir waren gezwungen, das Auto stehen zu lassen.“

Über die gesamte Saison hinweg demonstrierte die Mannschaft rund um Michele Rinaldi Kampfgeist. Für einen großen Schritt in der Meisterschaftswertung nach vorn sorgte zuletzt der Doppelerfolg in Misano. Mit einer perfekten Leistung hatten Marco Seefried und Norbert Siedler das Wochenende in Italien nahezu dominiert. „Unser Team hat die gesamte Saison über alles gegeben“, erklärt Michele Rinaldi. „Wir haben uns stetig weiterentwickelt und lagen zum Schluss auf einer aussichtsreichen Position in der Meisterschaft. Es ist tragisch, dass wir auf das letzte Rennen verzichten mussten und das Finale als Zuschauer erlebten. Ich bedanke mich beim gesamten Team und unseren Partnern für dieses gelungene Jahr und die großartige Leistung jedes Einzelnen.“

Trotz des Rückschlags beim Finale darf sich Rinaldi Racing über eine erfolgreiche Saison freuen: Mit dem Ferrari 458 Italia sammelte das Team insgesamt 123 Punkte und belegte am Ende Rang drei in der Blancpain GT Series.