Nach einer zweimonatigen Pause in der Blancpain Sprint Series beeindruckte Rinaldi Racing beim fünften Lauf der beliebten GT3-Meisterschaft mit einer großartigen Leistung. Auf der 4,653 Kilometer langen Strecke „Portimao Circuit“ in Portugal überquerten Marco Seefried und Norbert Siedler im einstündigen Rennen die Ziellinie als Dritte und jubelten auf dem Podium. Die Profis von Rinaldi Racing behaupteten sich im einzigen Ferrari mit der Startnummer 333 gegen namhafte Konkurrenz.

Am Samstag sahen die Zuschauer ein actiongeladenes Qualifying-Rennen über 60 Minuten. Von Platz acht gestartet büßte Norbert Siedler zwar in der Startphase zunächst einen Platz ein, lieferte sich aber anschließend einen fesselnden Kampf mit der Konkurrenz. Vor allem das sehenswerte Duell mit Audi-Pilot Frank Stippler sorgte in der zweiten Runde dafür, dass dem Rinaldi-Team der Atem stockte. Hart aber fair schenkten sich die beiden Kontrahenten keinen Millimeter der Strecke. Nach drei Runden hatte sich der Österreicher auf den sechsten Platz vorgearbeitet. Der Rinaldi-Pilot machte keinen Fehler und fuhr bis zum Boxenstopp-Fenster zur Rennhalbzeit auf den fünften Platz vor.

In der zweiten Hälfte knüpfte Siedlers Teamkollege Marco Seefried an die starke Performance an. Kontinuierlich setzte er sich von seinem Verfolger im Lamborghini ab und fuhr schlussendlich den starken vierten Platz nach Hause. „Wenn man bedenkt, dass wir von Platz acht gestartet sind, ist Rang vier ein tolles Ergebnis“, freute sich Marco Seefried am Samstag. „Unser Auto ist hier auf der Strecke von Portimao schwer zu fahren.“ Auch Norbert Siedler blickte zufrieden auf das Qualifying-Rennen zurück: „Platz vier ist völlig okay. Zum Sonntag hin haben wir am Auto noch ein paar Dinge angepasst, um noch besser aufgestellt zu sein.“

Im Hauptrennen glänzte die Mannschaft rund um Michele Rinaldi mit einem großartigen Podesterfolg. Marco Seefried und Norbert Siedler sahen die Zielflagge auf Rang drei. Startfahrer Seefried erwischte einen guten Start und konnte sofort Druck auf den drittplatzierten Audi mit Niki Mayr-Melnhof ausüben. Mehrere Runden lang duellierten sich die beiden Profis und Marco Seefried gelang schlussendlich das Überholmanöver. „Wir hatten zwar Kontakt, aber es war ein fairer Kampf“, beschrieb Seefried den Zweikampf. Zur Rennhalbzeit übergab der Rinaldi-Pilot das Steuer an seinen Teamkollegen Norbert Siedler, der den knappen Vorsprung bis ins Ziel halten konnte. „Fantastisch. Dritter zu werden war unser Ziel“, verriet Siedler. „Die Audis sind hier sehr stark, besonders in den Kurven. Auf der Geraden konnten wir mitgehen, aber nicht den Speed in den Kurven.“ Marco Seefried fügte hinzu: „Das Freie Training war noch nicht so optimal, deswegen sind wir am Ende besonders glücklich über den dritten Platz.“

Vom 19. bis 20. September gastiert die Blancpain GT Series auf dem Nürburgring und trägt den fünften Lauf der Blancpain Endurance Series aus. Für Rinaldi Racing aus Mendig ist der Lauf auf der Traditionsstrecke ein Heimspiel. „Wir freuen uns sehr auf dieses Rennen“, verrät Teamchef Michele Rinaldi. „Vor heimischen Publikum und unseren Fans möchten wir natürlich weit nach vorn fahren.“